Vier Bohrungen für das europäische Kraftstoffleitungsnetz
Durch die Niederlande verläuft ein Pipelinesystem zur Treibstoffversorgung verschiedener Flughäfen. Einige dieser Pipelines haben das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und müssen ersetzt werden. Für diese Ersatzoperation wurden wir im Sommer 2021 vom Auftragnehmer Visser & Smit Hanab mit der Vermessung von vier Bohrungen in der Region Vlijmen und Hertogenbosch beauftragt.
Im niederländischen Boden befinden sich viele Pipelines, zum Beispiel für Trink- und Abwasser, Strom und Erdgas. Neben diesen nationalen Pipelines gibt es noch ein weiteres Pipelinenetz, das Teil des Central European Pipeline Systems ist. Das CEPS ist ein grenzüberschreitendes Netz von Pipelines in Belgien, Luxemburg, Deutschland und Frankreich, das militärische und zivile Kunden wie Flughäfen in diesen Ländern mit Flugbenzin versorgt. Das System wurde in den 1950er Jahren in Zusammenarbeit mit der NATO eingerichtet. Der niederländische Teil des Systems besteht aus 550 Kilometern Pipelines, die mit einem Zentraldepot und zwei Hilfsdepots verbunden sind. Jedes Jahr werden 4,5 Milliarden Liter Kraftstoff durch dieses Netz gepumpt. Die Wartung wird von der Wehrministerium Pipeline Organisation (DPO) durchgeführt. Sie führen täglich strenge Sicherheitskontrollen durch und dies hat gezeigt, dass ein Teil des Netzwerks ersetzt werden muss.
Dieses Projekt umfasste vier Bohrungen mit einer Länge von 823, 332, 994 und 1374 Metern. Die vier Bohrungen wurden im Gebiet zwischen der Maas und der Autobahn A59 bei Vlijmen und 's Hertogenbosch gebohrt. Da die Mindesttiefe der Trasse stellenweise nur 1,20 Meter beträgt, war es bei diesen Bohrungen von gro